Aktuelles
Erste Hilfe
Anlaufstelle
Info & Beratung
Selbsthilfe
Kontakt
Index


Aktuelles

Tauwetter
Gneisenaustr. 2a map
10961 Berlin

Info & Beratung:
030 - 693 80 07

Selbsthilfe:
030 - 816 19 114


Tauwetter ist zur
Finanzierung der
Arbeit auf Spenden
angewiesen.
Wir bitten um
Ihre Unterstützung.


Tauwetter
wird unterstützt von:

Auerbach Stiftung

Logo


02.02.2012

Doch noch Hoffnung: Gesundheitsverwaltung will Beratungsarbeit fördern!

Die Staatssekretärin für Gesundheit Emine Demirbüken sagte es der TAZ und der Senator für Gesundheit und Soziales Mario Czaja hat es uns in einem Brief geschrieben: Die Gesundheitsverwaltung findet die Beratungsarbeit sinnvoll und notwendig und will sie fördern. Deshalb haben sie Gelder für Tauwetter im Haushaltsentwurf eingeplant. Über die Entwürfe der einzelnen Senatsverwaltungen wird im nächsten Schritt in den Ausschüssen verhandelt und natürlich sagen auch die Finanzpolitiker_innen, was sie davon halten. Letztendlich wird der Haushalt im Parlament erörtert und beschlossen.

Mit der Entscheidung der Gesundheitsverwaltung ist ein riesiger Schritt in Richtung Förderung der Beratungsarbeit geschehen. Die Fachpolitiker/innen wohl aller Parteien finden die Beratungsarbeit notwendig aber natürlich lässt sich nicht abschätzen, ob die Fachpolitiker/innen auch die Finanzpolitiker/innen überzeugen können. Immerhin heißt es in der Koalitionsvereinbarung: "In Anerkennung des Leids und des widerfahrenen Unrechts ehemaliger Heimkinder in Ost und West sowie der Opfer sexuellen Missbrauchs in Institutionen werden wir unseren Beitrag analog zu den Ergebnissen der Runden Tische leisten."


08.12.2011

Beratungsarbeit von Tauwetter wird 2012 nicht finanziert!

...aber wir gehen in die Sauna

Heute erreichte uns die Nachricht, dass unser Antrag beim Senat auf Finanzierung der Beratungsarbeit in 2012 abgelehnt worden ist. Damit ist das Überleben der Beratungsarbeit massiv gefärdet. Das müssen wir erst einmal verdauen und uns überlegen, was wir jetzt unternehmen können.

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Der Boiler, Berlins neue schwule Sauna hat uns eingeladen unsere Arbeit am Community Day am 13.12.2011 vorzustellen. Wir werden von 20:00 bis 24:00 Uhr hinterm Getränketresen anwesend sein, Flyer auslegen und für Gespräche zur Verfügung stehen. Von jedem Eintritt gehen in dieser Zeit 5€ an Tauwetter. Solche Aktionen machen gerade in Anbetracht solcher Nachrichten wie der obigen Mut. Wir sind gespannt, wie der Abend verläuft und danken dem Boiler-Team für ihe Engagement.


30.11.2011

Presseerklärung zum Abschluss des Runden Tisches

Am 30.11.2011 hat sich der Runde Tisch zum letzten mal getroffen. Aus diesem Anlass haben zahlreiche Fachstellen gegen sexualisierte Gewalt und auch Verbände, wie die DGfPI und das bff eine Stellungnahme / Presseerklärung veröffentlicht. Kritisiert wird darin u.a die fehlende Finanzierung von Beratungsstellen, die Leitlinien des Justizministeriums, die auf eine Anzeigepflicht hinauslaufen, das Scheitern des Kinderschutzgesetzes im Bundesrat und die Tatsache, dass als Nachfolge von Frau Dr. Bergmann eine Mitarbeiter des Familienministeriums benannt wurde und nicht eine unabhängige Person von aussen. Zu letzterem wollen wir noch ergänzen, dass Herr Röhrig, nach allem, was wir gehört haben, kompetent und engagiert ist, aber ob er wirklich unabhängig sein kann, muss sich noch zeigen. Die Stellungnahme wurde von mehreren Zeitschriften aufgegriffen, hoffen wir dass das Thema Finanzierung von Beratung nicht mit dem Ende des Runden Tisches in der Versenkung verschwindet. Hier muss dringend etwas passieren, denn Frau Dr. Barbara Kavemann hat aktuell in einer Untersuchung festgestellt, dass nicht nur massive Lücken vor allem in ländlichen Regionen und im Bereich Männerberatung bestehen, sondern auch noch, dass die bestehenden Beratungsstellen um ihr finanzielles Überleben immer wieder kämpfen müssen.

Presseerklärung / Stellungnahme


22.11.2011

Unterlagen von Veranstaltungen im Netz

Die Unterlagen der Beiträge von Tauwetter auf den Veranstaltungen in Hamburg und Bielefeld zu sexualisierter Gewalt gegen Jungen und Männern, sowie die Folien zum Beitrag auf dem Plenum der Berliner Fachrunde gegen sexuellen Missbrauch an Mädchenn und Jungen sind jetzt im Netz. Bitte beachtet, dass auf den Folien ein Copyright liegt und dass sie zur Verwendung im persönlichen Gebrauch bestimmt sind.

4.11.2011 Fachtag, Hamburg, Vortrag "Geschlechtsspezifische Bewältigung und Bearbeitung bei Männern, die als Junge sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren"

9.11.2011 Aktionswoche gegen Sexismus und Homphobie, Bielefeld, Vortrag "Sexualisierte Gewalt gegen Jungen und Männer"

16.11.2011 Plenum der Berliner Fachrunde gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen Vortrag "Aktuelle Studie des KFN zum Ausmaß sexueller Gewalt"


02.11.2011

Bilanz Block der Gesichtslosen & Redebeiträge

Nach längeremn Diskussionen haben wir jetzt ein Papier geschrieben, in dem wir versuchen eine Bilanz unseres Engagements gegen sexualisierte Gewalt u.a. in der katholischen Kirche anlässlich des Papstbesuches zu ziehen. Gleichzeitig sind endlich die Kurzbeiträge, die während des Blocks der Gesichtslosen über unseren Lautsprecherwagen gekommen sind zusammengestellt. Mit in dem Paket sind auch die Beiträge, die wegen der unerwartet kurzen Zeit nicht gehalten werden konnten. Viel Spaß beim Nachlesen.

Bilanz

Redebeiträge


27.10.2011

Aktionswoche gegen Sexismus und Homophobie:

Vortrag zu sexualisierter Gewalt gegen Jungen und Männer in Bielefeld

Mehrere ASTEN veranstalten im Novemver zum wiederholten Mal die Aktionswoche gegen Sexismus und Homophobie. In Bielefeld findet am Mittwoch. den 9. November um 16:00 Uhr im StuPa-Keller der FH in der Kurt-Schumacher-Str. 6 (Gebäude D, Raum 026) eine Veranstaltung zum Thema "Sexualisierte Gewalt gegen Jungen & Männer" mit einem Mitarbeiter von Tauwetter statt.

Das gesamte Programm ist zu finden unter www.asta-bielefeld.de .


24.10.2011

Ausführliche Stellungnahme von Zartbitter

"Zu schön, um wahr zu sein..."

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachen stellt einen deutlichen Rückgang sexualisierter Gewalt fest

In der letzten Woche veröffentlichte Prof. Pfeiffer erste Ergebnisse des vom KFN im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführten Projekts "Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen: Eine Befragung von 16- bis 40-Jährigen". Die Untersuchung stellt einen deutlichen Rückgang sexuellen Missbrauchs fest. Dieses Ergebnis ist eine wohltuende Botschaft nach den Skandalen sexuellen Missbrauchs in Institutionen, die im letzten Jahr die (Fach-)Öffentlichkeit erschütterten. Es bestätigt den Erfolg einer engagierten Arbeit gegen sexuellen Missbrauch, den seit Mitte der 80er Jahre vor allem die Fachstellen gegen sexualisierte Gewalt wie z.B. Wildwasser, Zartbitter und Tauwetter sowie die Frauennotrufe, Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser geleistet haben.

Bei aller Freude über positive Entwicklungen darf jedoch nicht ausgeblendet werden, dass die Studie aufgrund undifferenzierter Fragestellungen wesentliche Aspekte sexuellen Missbrauchs beispielsweise neue Formen sexueller Gewalt nur zu einem Bruchteil erfasst.

Der Fragebogen blendet die sexuelle Ausbeutung von Mädchen und Jungen im Internet zu großen Teilen aus. Die für das Internet typischen Missbrauchsformen der Aufzeichnung sexueller Handlungen von Kindern mit der Webcam und die Konfrontation mit harter Pornografie bleiben in der Studie völlig unberücksichtigt.

Das Forschungsteam hat eine Definition zur Grundlage ihrer Befragung gewählt, die dem Forschungsstand der 90erJahre entspricht und lediglich sexuelle Handlungen erfasst, wenn zwischen Opfern und Tätern mindestens ein Altersunterschied von fünf Jahren besteht. Damit blendet die Studie alle Fälle strafrechtlich relevanter sexualisierter Gewalt aus, die von strafmündigen jugendlichen Tätern und Täterinnen an Mädchen und Jungen verübt werden, die weniger als fünf Jahre jünger als sie selbst sind. Damit erfasst die Befragung des KFN beispielsweise weder die Vergewaltigung einer 13-Jährigen durch eine Gruppe 16- und 17-jähriger Sportkameraden noch Formen sadistischer sexualisierter Gewalt gegen jugendliche männliche Opfer, das im Rahmen von Aufnahme- und Gewaltritualen innerhalb der Peergroup unter Jungen mit geringem Altersunterschied verübt wird. (vgl. Enders/Vobbe/Pieper 2011)

Beim Forschungsdesign der Studie wurde überdies versäumt, die Formulierungen des Fragebogens hinsichtlich des Antwortverhaltens von Opfern zu reflektieren. So fordert der Fragebogen auf, Angaben zu sexuellen Handlungen zu machen, die Täter/Täterinnen verübt haben, um sich selbst oder die Opfer sexuell zu erregen. Als Missbrauch werden demnach nur Handlungen bewertet, bei denen das Opfer die Absicht des Täters erkennen konnte, sich selbst oder das Opfer sexuell zu erregen! Opfern zuzumuten, sich darüber Gedanken zu machen, ob die Motivation des Täters die eigene sexuelle Erregung oder die des Opfers war, ist aus Sicht der Opfer zweifelsfrei eine massive psychische Grenzverletzung!

Eine ausführliche Stellungnahme finden Sie hier bzw. erhalten Sie über info@zartbitter.de

Köln, den 24.10.2011 Ursula Enders


20.10.2011

Presseerklärung von Tauwetter zu Studie über angebliche gesunkene Häufigkeit von sexualisierter Gewalt:

Studie nicht repräsentativ und deshalb Schlussfolgerungen nicht zulässig

Das niedersächsiche kriminologische Forschungsinstitut arbeitet aktuell an einer Studie zur Häufigkeit von sexualisierter Gewalt. Am Dienstag hat der Leiter Herr Pfeiffer zusammen mit der Forschungsministerin Frau Schavan auf einer Pressekonferenz erste Ergebnisse vorgestellt. Dabei haben sie behauptet, die Häufigkeit sexuellen Missbrauchs sei gesunken und die Anzeigebereitschaft gestiegen. Die Pressemitteilung des Forschungsministeriums kann auf der Webseite des BMF nachgelesen werden www.bmbf.de/press/3164.php. Diese Studie erfolgte im Auftrag des Forschungsministeriums auf Anregung des Runden Tisches.

Nach unserer Meinung lässt sich mit den erhobenen Zahlen nicht belegen, dass das Ausmaß sexualisierter Gewalt zurück gegangen und die Anzeigebereitschaft gestiegen ist. Die Studie ist nicht repräsentativ, es wurde nur ein Ausschnitt der Bevölkerung befragt, in dem weniger Betroffene zu erwarten sind. Wir haben deshalb eine Presseerklärung zum Thema erstellt, die sich hier befindet. Unsere Kritik haben wir bereits am Runden Tisch und auch direkt beim KFN vorgebracht. Einbezogen wurde sie aber nicht.

Es besteht die Gefahr, dass aktuell mit dem Ausscheiden von Dr. Cristine Bergmann als Unabhängiger Beauftragter und dem bevorstehenden Ende des Runden Tisches, das Thema sexualisierte Gewalt wieder begraben wird. Mit Hilfe solcher Studien lässt sich die Notwendigkeit eines flächendeckende Ausbau eines Netzes von Unterstützungsangeboten für Betroffene wunderbar zurück weisen. Es ist wichtiger denn je, den öffentlichen Druck aufrecht zu erhalten.


11.10.2011

Nachlese Block der Gesichtslosen

Inzwischen sind etwas über zwei Wochen seit dem Block der Gesichtslsoen auf der Papst-Demo vergangen und die Nachbereitung läuft:

Die Redebeiträge sind als Audiodateien, also zum Anhören auch im Netz und zwar unter http://www.archive.org/details/SexualisierteGewaltVerantwortungVonPapstKircheUndHerrschaftsstrukturen

Die kompletten Redebeiträge (also auch die, die wegen Zeitmangels nicht gehalten werden konnten) und Grußadressen kommen demnächst.

Es gibt für alle, die uns in der Vorbereitung und bei der Durchführung des Blocks unterstützt haben ein Nachbereitungstreffen mit anschließendem Umtrunk und zwar am Donnerstag, den 27.10.2011 um 20:00 Uhr im Wildwasser Frauenladen in der Friesenstraße 6 in 10965 Berlin.

 


23.9.2011

500 Teilnehmende am Block der Gesichtslosen

Am Block der Gesichtslosen von Betroffenen sexualisierter Gewalt und solidarischen Personen nahmen nach unserer Schätzung fast 500 Menschen teil.

Die Stimmung war gut. Viele trugen weiße Masken, es wurde toll aufeinander geachtet, und die Atmosphäre war sehr solidarisch. Wir haben gemeinsam das Bild vom stillen, traurig leidenden Opfer durchbrochen, wir waren laut, unbequem, wir haben nicht gebettelt, wir haben gefordert und wir haben unserer Wut Ausdruck verliehen.

Das war eine tolle Erfahrung und wir möchten euch allen danken, die ihr dazu beigetragen habt. Dies ist es auch gewesen, was es ermöglicht hat, mit den Polizeischikanen umzugehen. Dabei haben wir von vielen Menschen aus anderen Demoblöcken spontan Unterstützung bekommen. Wir hoffen alle anderen haben ähnlich positive Erfahrungen gemacht.

Wir haben gestern Nacht noch eine Presseerklärung veröffentlicht, leider scheinen die Medien sich aber mehr für den Jubel, als für die Positionen von Betroffenen sexualisierter Gewalt zu interessieren. Es ist klar, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben, aber der Block gestern war ein wichtiger Schritt dabei. Wir sind nicht länger still, wir lassen uns nicht länger zum Objekt machen, weder von sexualisierter Gewalt, noch von Voyeurismus, noch von Zuweisungen, wie wir zu sein haben.

Wir werden uns in den nächsten Wochen hinsetzen und den Block mit den verschiedenen Beteiligten nachbereiten und beabsichtigen in den nächsten Tagen die Redebeiträge auf unsere Homepage stellen.

 


15.9.2011

Demoroute für Papstdemonstration steht fest

Start Potsdamer Platz!

Nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichtes bei der es der Demonstrationsorganisation gelungen ist wesentliche Verbesserungen bei der Route durchzusetzen, hat sich das Bündnis entschieden, nicht weiter zu klagen. Der ursprüngliche Startpunkt am Brandenburger Tor ist wegen Sicherheitsbedenken nicht genehmigt. Die Demonstration wird deshalb um 16:00 Uhr am 22.9. am Potsdamer Platz beginnen. Von dort wird es die Ebertstrasse lang gehen bis zum Holocaustmahnmal, rechts in die Hannah Ahrendt Strasse, die zur Französichen Strasse wird. Links durch die Glinkatrasse und recht Unter den Linden bis zum Bebelplatz, wo die Abschlusskundgebung vor der Hedwigkathedrale stattfindet. Die Auftaktkundgebung beginnt um 16:00 Uhr, die Demonstration selber um 17:30 Uhr und die Abschlusskundgebung soll von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr gehen.

Der Block der Gesichtslosen wird direkt hinter dem Bündniswagen und dem Papamobil vorne in der Demonstration laufen und hat die Nummer 3. Hinter uns wird der Wagen und Block von Verdi kommen. Nach Aussage der Demoleitung sind die Masken mit der Polizei abgesprochen.

Sagt bitte möglichst vielen Bescheid, damit niemand alleine am falschen Startpunkt steht. Letzte Infos wird es auf der Infoveranstaltung am Vorabend um 19:00 Uhr im Versammlungsraum im Mehringhof, Gneisenaustrasse 2a geben.

Am 19.09.2011 um 19h00 Uhr findet übrigens im Familiengarten Kreuzberg, Oranienstraße 34 eine spannende Veranstaltung statt: Ökonomien der Bevölkerung: Familienpolitik entlarven! Die Veranstalter_innen schreiben dazu:

Anlässlich des Papstbesuchs wollen wir bei unserer Diskussionsveranstaltung beleuchten, auf welche Weise diese Politiken heteronormative Vorstellungen der Kleinfamilie fortschreiben, welchen nationalen und ökonomische Interessen sie bedienen, und von welchen konservativen, kirchlichen und rassistischen Lobbies sie vorangetrieben werden. Nicht zuletzt wollen wir fragen, wie eine emanzipatorische, queer/feministische Positionierung und Praxis zu den familien-, bevölkerungs- und gesundheitspolitischen Entwicklungen aussehen kann.


13.9.2011

Infoveranstaltung zum Block der Gesichtslosen

Die Vorbereitungen für den Block der Gesichtslosen laufen auf Hochtouren (Infos zum Block s.u.). Unmittelbar vor der Demonstration anlässlich des Papstbesuches am 22.9.2011 um 16:00 Uhr gibt es am Vorabend eine Infoveranstaltung mit letzten Infos.

Ort: Versammlungsraum des Mehringhofs (2. Hinterhof, Aufgang 3, 1. Og links) in der Gneisenaustrasse 2a, 10961 Berlin

Zeit: Mittwoch 21. September 2011, 19:00 Uhr

In der diesseits, einer Zeitschrift des Humanistischen Verbandes Deutschlands, ist ein Artikel u.a. zum Block der Gesichtslosen erschienen. Zu finden ist er auf ihrer Homepage.


12.9.2011

Input auf antispychiatrischer Konferenz. Auf der Suche nach dem Rosengarten

Vom 2. - 34. September fand in Berlin die internationale Konferenz "Auf der Siche nach dem Rosengarten, echte Alternativen zur Psychiatrie umsetzen". Tauwetter hat dort auf dem Podium der Arbeitsgruppe "Der betroffenenkontrollierte Ansatz im Gespräch" zusammen mit Wildwasser Frauenselbsthilfe und Beratung und dem Weglaufhaus diskutiert. Der Input von Tauwetter (Projektvorstellung, Geschichte des betroffenenkontrollierten Ansatzes, Finanzierung) ist hier zu finden.


27.8.2011

Stellungnahmen der Berliner Parteien über ihre Vorhaben im Arbeitsfeld sexualisierte Gewalt
und eine mögliche Unterstützung von Tauwetter

Am 18. September 2011 sind in Berlin Abgeordnetenhauswahlen. Die Zusammensetzung des Parlaments entscheidet mit darüber, welche Vorhaben finanziell unterstützt werden. Dies betrifft auch Tauwetter, denn wir haben ja einen Antrag auf Finanzierung bei der Gesundheitsverwaltung gestellt.

Obwohl wir wissen, dass Wahlversprechen nicht eins zu eins umgesetzt werden, hat uns doch interessiert, was denn die Berliner Parteien vor der Abgeordnetenhauswahl für Positionen und Vorhaben bezüglich sexualisierter Gewalt haben. Wir haben deshalb aus 6 Bereichen Fragen formuliert und einige Parteien (SPD, Die Linke, Bündnis 90/ Die Grünen, CDU, FDP und Die Piraten) um Beantwortung dieser „Wahlprüfsteine“ gebeten. Von FDP und Piraten haben wir keine Antworten bekommen, die der anderen Parteien möchten wir euch hier vorstellen.

Willenserklärungen bezüglich Unterstützung unserer Anliegen gab es viel. Aber an einigen konkreten Punkten auch offenen Dissens und Widersprüche. Das war zu erwarten und ist ehrlich. Gleichzeitig hatten wir manchmal aber auch das Gefühl, dass versucht wird, sich raus zu reden. Schauen wir mal, was nach der Wahl von diesen Vorhaben umgesetzt wird.

 


21.7.2011

Block der Gesichtslosen auf der Demonstration anlässlich des Papstbesuches in Berlin am 22.9.2011

Betroffene sexualisierter Gewalt und solidarische Freund_innen

Am 22.9. 2011 wird das Oberhaupt der katholischen Kirche, Josef Ratzinger nach Berlin kommen. Bisher formieren sich zwei Bündnisse zahlreicher Organisationen, um gegen die Politik dieses Mannes und seiner Organisation zu protestieren.

Tauwetter und Wildwasser rufen zu einem Block der Gesichtslosen auf der geplanten Großdemonstration, die um 16:00 Uhr am Brandenburger Tor mit einer Kundgebung beginnt, auf. Achtung geänderter Start: Potsdamer Platz!

Die Idee ist, dass wir in diesem Block weiße Masken tragen. Wir wollen so als Gruppe sichtbar sein, ohne voyeuristisch auf Einzelschicksale reduziert werden zu können. Und wir wollen deutlich machen, dass es noch ungezählte andere Gesichtslose gibt, die sexueller Gewalt z.B. in der katholischen Kirche ausgesetzt waren und sind.

Wir wollen gemeinsam mit solidarischen Freunden und Freundinnen auf die Strasse gehen und ein deutliches Zeichen setzen. Beteiligt Euch zahlreich an diesem Block, sagt Euren Freund_innen Bescheid. Schreibt eigene Aufrufe und kommt mit eigenen Transparenten und Forderungen.

Gegen sexualisierte Gewalt!

Non absolvimus vos! *

* Wir erteilen euch keine Absolution / vergeben euch nicht.

Demoaufrufe, Flyer und demnächst auch Plakate sind über Tauwetter und die Frauenselbsthilfe und Beratung Wildwasser Berlin erhältlich.

Weitere Informationen zu den Bündnissen unter http://derpapstkommt.lsvd.de und http://whatthefuck.blogsport.de.


20.7.2011

Fragebogen zu Erfahrungen mit dem OEG

Die beiden Verein Gegen-Missbrauch, Göttingen und Trotz allem Gütersloh führen zur Zeit eine Befragung zum Thema Erfahrungen mit dem Opfer-Entschädigungs-Gesetz durch. Da es dringend Zeit wird, dass die Situation der Betroffenen von sexueller Gewalt im OEG-Verfahren verbessert wird und dazu diese Erfahrungen erst einmal systematisch gesammelt werden müssen, rufen wir alle Betroffenen, die schon mal einen Antrag beim Landesversorgungsamt gestellt haben oder dabei gescheitert sind, auf, diesen Fragebogen auszufüllen. www.gegen-missbrauch.de/images/content/immo/pdfs/OEG-Fragebogen.pdf

 


20.4.2011

Beispielhafte Aktion gegen sexuelle Gewalt durch Priester in der Steiermark in Österreich

Wie der Standard berichtet hat jetzt ein Waldbesitzer verboten, dass Kleriker mit Kindern oder Jugendlichen eine Wallfahrt durch seinen Wald unternehmen solange nicht Eltern diese Gruppe begleiten. Er erklärte seinen Wald zum Kinderschutzgebiet und drohte mit Videoüberwachung und Security. Er will damit ein Zeichen setzen: "Der katholischen Kirche gelingt es nicht, Missbrauchstäter aus den eigenen Reihen zu entfernen". Die Diözese hat erwartungsgemäß mit dem Vorgehen des Waldbesitzers, der selber Betroffener ist Probleme und hält "diese Art von Generalverdacht und -verurteilung für rechtlich und moralisch nicht haltbar". Wen wunderts. Die Aktion wird auf den Kommentarseiten des Standard heftig diskutiert. Der Artikel ist zu lesen unter http://derstandard.at/1304552049677/Steirisches-Kleriker-Verbot-Pilgerverbot-Hochwuerden-darf-nur-allein-durch-den-Wald. Vielleicht finden sich ja in Deutschland Nachahmer und es kommt so ein wenig mehr Schwung in eine inzwischen etwas erlahmende Diskussion.

 


20.4.2011

Überarbeitung der Homepage / Neue Artikel und Beiträge

Wir sind aktuell dabei, unsere Homepage zu überarbeiten. Wir hoffen, dass dies ohne bemerkbare Komplikationen vor sich geht, wenn doch irgendetwas nicht funktionieren sollte, bitten wir um eine kurze Nachricht.

Aktuell haben wir gerade eine Reihe aktueller Artikel und Beiträge auf der Seite "Artikel" neu eingestellt.

Ansonsten würden wir uns freuen, wenn ihr / Sie uns Anregungen schreiben würdet, was in euren / Ihren Augen verbesserungswürdig ist und was erhalten bleiben sollte.

Vielen Dank

 


15.3.2011

 

Keine Gelder für Informations- und Beratungsarbeit in Haushalt 2011!

Die Gesundheitsverwaltung hat uns mitgeteilt, dass trotz aller Suche im laufenden Haushalt 2011 keine Fördermittel für die Informations- und Beratungsstelle von Tauwetter zur Verfügung stehen.

Um die Arbeit nicht weiter reduzieren zu müssen benötigen wir auch dieses Jahr wieder Spenden.

Spendenkonto
461 455 909
Postbank Leipzig.
BLZ 860 100 90

Falls Ihr /Sie reiche Tanten und Onkel kennen freuen wir uns natürlich auch über deren Spenden.

Zur Zusendung einer Spendenbescheinigung bitte die Adresse auf der Überweisung vermerken oder eine Mail schicken. Danke!

Wir hoffen, dass unsere Arbeit in den bevorstehenden Planungen und -beratungen für die kommenden Jahre angemessen berücksichtigt wird. Wenn Ihr / Sie Berliner Politiker_innen kennen, wenn Sie / Ihr Mitglied in einer Partei seid, sprecht sie drauf an, denn nur wenn die Öffentlichkeit drauf guckt, wird sich was bewegen. Und fragt vor den Wahlen mal an, wer bereit ist für Tauwetter Geld zu geben :-).

 


17.2.2011

Neue Selbsthilfegruppe für Männer,
die als Junge sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren,
hat noch freie Plätze

Voraussichtlich im März oder April startet bei Tauwetter eine neue Selbsthilfegruppe für betroffene Männer. Es sind aktuell noch Plätze frei. Interessenten können sich immer Donnerstags zwischen 17:00 und 19:00 Uhr telefonisch im Selbsthilfebereich melden: Telefon 030 / 816 19 114. Oder per Mail unter selbsthilfe@tauwetter.de.

Die Selbsthilfegruppe wird in der Startphase begleitet, danach arbeitet sie selbständig weiter. Das bedeutet, dass jeder die Verantwortung für sich selber übernehmen muss. Von allen wird ein respektvoller Umgang mit den anderen erwartet, mit dem Ziel mutwillige oder fahrlässig in Kauf genommene Verletzungen zu vermeiden. Regelmäßige, pünktliche und verbindliche Teilnahme sind Voraussetzung für eine Gruppenmitgliedschaft. Für Täter ist kein Platz in der Gruppe.

Selbsthilfe ist kein Therapieersatz, sie ist eine eigenständige Möglichkeit der Bearbeitung mit Vorteilen und Problemen. Sie ermöglicht es, sich auf Augenhöhe mit anderen Betroffenen zu treffen und sich gegenseitig zu unterstützen.

 


28.1.2011

Parteiliche Fachstellen beziehen Position, was bezüglich Versorgungsstruktur und Schutz der Betroffenen in Prozessen geschehen muss

Nach längeren Diskussionen haben über 120 parteiliche Fachstellen gegen sexualisierte Gewalt zwei Positionspapiere unterzeichnet: Eins zum notwendigen Ausbau eines flächendeckendes Netzes von Beratungsstellen für betroffene sexualisierter Gewalt, eins zu den notwendigen Schritten zum Schutz der Betroffenen im Strafprozess, die geschehen müssen bevor über Anzeigepflicht für Institutionen überhaupt nur nachgedacht werden kann. Diese beiden Papiere sind den Mitgliedern des Runden Tisches zugegangen und auch der Presse vorgestellt worden.

Die Forderungen zu Unterstützungsangeboten decken sich an wesentlichen Punkten mit den Positionen des Kongresses "Aus unserer Sicht", konkretisieren diese aber in einigen Bereichen. Endlich wird z.B, konkret benannt, was denn "flächendeckend" bedeuten soll, nämlich für Jugendliche in einer Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Das Papier zu Opferschutz im Strafverfahren stellt fest, dass natürlich eine Strafverfolgung und Verurteilung von Täter(innen) befürwortet wird, bei dem derzeitigen Umgang mit Betroffenen bei Polizei und Justiz Verfahren aber oft einer Retraumatisierung gleichkommen und deshalb die Fachstellen Betroffenen oft eben nicht zu einer Anzeige raten können. Wer will, dass die Täter(innen) verurteilt werden, muss dafür sorgen, dass die Betroffenen geschützt sind.

Nach den Betroffenen artikulieren sich jetzt auch die parteilichen Fachstellen eindeutig und unmissverständlich für eine reale Verbesserung der Situation und gegen Augenwischerei.

 


5.1.2011

Stellungnahme von Tauwetter zu präventiver Arbeit mit Pädophilen

Tauwetter hat Ende letzten Jahres eine Stellungnahme zu einem Diskussionspapier einer Unterarbeitsgruppe des Runden Tisches erarbeitet. Dieses Diskussionspapier ist im Zwischenbericht über den Runden Tisch veröffentlicht worden. Es geht in ihm um den Vorschlag, zukünftig bundesweit Männern mit einer so genannten "pädophilen" Neigung, die aber keine sexuelle Gewalt ausüben wollen, u.a. Verhaltenskontrolle beizubringen. Dazu sollen sexualmedizinische oder psychiatrische Abteilungen von Kliniken gefördert werden. Es geht also darum, wofür Geld eingesetzt wird und zwar ziemlich viel. Dieses Geld wird für andere Projekte natürlich nicht zur Verfügung stehen. Wir haben kritisiert, dass dieser Vorschlag auf einem reduzierten Ursachenverständnis von sexueller Gewalt basiert und wissenschaftlich nicht genügend fundiert ist. Dieses Papier ist in unseren Augen nicht "State of the Art".

Wir möchten diese Stellungnahme hier auch einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung stellen: Zum einen wollen wir unsere Arbeit transparent machen, zum anderen sehen wir aber auch eine gefährliche Tendenz in der breiteren, öffentlichen Diskussion: Die Täter werden vielfach als pädophil bezeichnet, sie werden je nach Stellung als bedauernswerte Kranke, die Hilfe brauchen, oder als Abartige betrachtet. jedenfalls sind sie irgendwie anders als alle normalen Menschen und wir haben eigentlich mit Ihnen nichts gemeinsam. So wird das Problem abgeschoben, und es sollen sich irgendwelche Fachleute darum kümmern. Sexuelle Gewalt geht uns aber alle an: Es sind nicht irgendwelche Monster, die sexuelle Gewalt verüben, keine schmierigen Typen mit Handtäschchen, sondern ganz normale Männer (und Frauen) die Machtverhältnisse ausnutzen. Sie erhöhen ihr Selbstwertgefühl dadurch, dass sie andere herabsetzen - und das ist etwas, wo sexuelle Gewalt plötzlich ganz viel mit dem normalen Verhalten von vielen zu tun hat. Wenn jetzt sexuelle Gewalt als Folge einer unheilbaren Perversion erklärt wird, werden die Erkenntnisse aus der jahrelangen praktischen Arbeit und aus der wissenschaftlichen Forschung beiseite gewischt. Gleichzeitig wird aber so getan, als wäre diese Sichtweise, die wahre fachliche und wissenschaftliche. Dem ist nicht so. Wir hoffen das unsere Stellungnahme zu einem weniger mystifizierenden und realitätsnäherem Blick in der öffentlichen Diskussion beitragen kann.

 

Wie ist es überhaupt zu dieser Stellungnahme gekommen und worauf bezieht sie sich:

Der Runde Tisch der Bundesregierung, der überlegen soll, was gegen sexuelle Gewalt zu unternehmen ist, ist in drei Arbeitsgruppen aufgeteilt, die jeweils von den zuständigen Ministerien geleitet werden. Die Arbeitsgruppe zum Thema Forschung wird vom Forschungsministerium, die zum Thema Justiz vom Justizministerium und die zum Thema "Prävention, Information und Intervention" wird vom Familienministerium geleitet. Schon hier wird deutlich, dass diejenigen, die im letzten Jahr die öffentliche Auseinandersetzung los getreten haben, nämlich erwachsene Männer, die als Jungen sexuelle Gewalt erleben mussten, eigentlich schon in den Namen der Arbeitsgruppen gar nicht mehr vorkommen.

Die Arbeitsgruppe "Prävention, Information und Intervention" hat sich in vier Unterarbeitsgruppen (UAG) aufgeteilt:

  • UAG I zum Thema „Kinder und Jugendliche stärken – Prävention in der (Sexual-) Erziehung“
  • UAG II zum Thema „Hilfen für Betroffene – Weiterentwicklung des Beratungsnetzwerkes“
  • UAG III zum Thema „Standards in Institutionen, Einrichtungen und Verbänden“
  • UAG IV zum Thema „Ausbau primärpräventiver Diagnostik- und Behandlungsangebote“

Die Leitung der UAG II „Hilfen für Betroffene - Weiterentwicklung des Beratungsnetzwerkes“ hat festgestellt, dass es sinnvoll wäre Fachwissen aus der praktischen Arbeit stärker einzubeziehen und hat deshalb u.a. Tauwetter als Facheinrichtung gebeten, an den Diskussionen der UAG teilzunehmen. Deshalb sind wir auch an der Diskussionen der AG selber beteiligt.

In allen Unterarbeitsgruppen sind Diskussionspapiere erstellt worden. Diese wurden in den Arbeitsgruppen diskutiert und in einem Zwischenbericht veröffentlicht worden sind. Dieser Zwischenbericht lässt sich auf der Homepage www.rundertisch-kindesmissbrauch.de herunter laden.

Eines dieser Diskussionspapiere war in der Arbeitsgruppe „Prävention - Information - Intervention“ heftig umstritten: Der Entwurf der UAG IV „Ausbau primärpräventiver Diagnostik- und Behandlungsangebote“. Wir sind später gebeten worden, dazu eine Stellungnahme abzugeben. Das haben wir getan und wir möchten sie eben hier auch einer breiteren Öffentlichkeit zu Verfügung stellen.

 

Zu unserer Arbeit am Runden Tisch wollen wir noch grundsätzlicher etwas sagen:

Wie gesagt, sind wir als Facheinrichtung angesprochen worden. Das begrüßen wir natürlich, denn Praktiker_innen aus Fachstellen sind nach wie vor nur wenige am Runden Tisch. Dass wir eine betroffenenkontrollierte Beratungsstelle sind, hat dabei keine Rolle gespielt, eher dass wir eine der ganz wenigen Einrichtungen sind, die mit erwachsenen männlichen Betroffenen arbeiten.

Die Positionen von Betroffenen, wie sie z.B. auf dem Kongress "Aus unserer Sicht" entwickelt worden sind, sind dem Runden Tisch zwar vorgetragen worden, aber da es keine gleichberechtigten Vertreter_innen am Runden Tisch gibt, hängt es vom Wohlwollen einzelner ab, ob diese Positionen dort berücksichtigt werden. Wir versuchen natürlich die inhaltlichen Positionen des Kongresses einzubringen, sind aber weder legitimiert als Vertretung, noch ist unsere Teilnahme das, was eine gleichberechtigte Einbeziehung von Betroffenen am Runden Tisch darstellt. Der Blick in die Liste der teilnehmenden Organisationen zeigt schon, dass dies eine Ansammlung, von Dachverbänden, Juristen, kirchlichen Einrichtungen, Verwaltungen und Wissenschaftler_innen ist. Und dazu kommt, dass wir lediglich in einer einzigen UAG und AG vertreten sind - das, was in den anderen geschieht erfahren wir auch erst durch Veröffentlichungen. Eine angemessene Interessenvertretung von Betroffenen am Runden Tisch ist nicht gegeben.

Zu den Diskussionen in der UAG II "Hilfen für Betroffene - Weiterentwicklung des Beratungsnetzwerkes", an denen wir direkt beteiligt sind, müssen wir feststellen, dass sie teilweise sehr schwierig sind. Jenseits des von allen geteilten Zieles, Opfern sexueller Gewalt Unterstützung zukommen zu lassen, gibt es sehr unterschiedliche Interessen und Einschätzungen. Gleichzeitig ist zu bemerken, dass auch in dieser UAG, erwachsene Betroffene nicht im Fokus stehen, sondern der Schwerpunkt der Auseinandersetzung auf der Unterstützung für betroffene Kinder liegt. (Damit wollen wir nicht sagen, dass dies nicht wichtig ist, es ist aber nicht alles.) Auch existieren verschiedene Vorstellungen, wie denn adäquate Hilfe aussehen sollte: Mehr Fachkenntnis in allgemeinen Beratungsstellen, regionale Kompetenzzentren oder ein flächendeckendes Netz von Facheinrichtungen.

Es lässt sich insgesamt feststellen, dass auch die Positionen von parteilichen Fachstellen zu wenig Platz in dieser Diskussion finden - was auch nicht weiter erstaunlich ist, da sie ja auch kaum vertreten sind. Die parteilichen Fachstellen arbeiten im Moment daran, eine gemeinsame Stellungnahme zu veröffentlichen.

Wir machen uns keine großen Illusionen über das, was wir am Runden Tisch erreichen können. Spätestens, wenn es um Dinge geht, die Geld kosten, wird es schwierig. Wir halten unsere Mitarbeit aber dennoch für sinnvoll. Auch in den großen Lobbyorganisationen und Verbänden gibt es immer wieder Menschen, mit denen wir konkret am Runden Tisch gemeinsame an einem Strang ziehen können. Das wollen wir tun. Und vielleicht bewegt sich ja zumindest in einigen kleinen Dingen etwas.

 


9.12.2010

Podiumsdiskussion "Einmal Opfer, immer Opfer" auf dem Kongress Armut und Gesundheit

Auf dem Kongress Armut und Gesundheit am 3. und 4.12. in Berlin gab es eine Veranstaltung des Frauennachtcafés von Wildwasser. Zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel "Einmal Opfer immer Opfer - Ein Beitrag zur aktuellen Missbrauchsdebatte" waren Mart Busche von Dissens e.V., die Rechtsanwältin Ulrike Birzer, Vanessa Lux vom Gen-ethischen Netzwerk, der Journalist Anselm Neft, Gertraud Deinhart von Wildwasser und Thomas Schlingmann von Tauwetter eingeladen.

Die Diskussionsteilnehmer_innen erzählten aus ihrer Sicht, wie sie die aktuelle Debatte erleben. Dabei entstand schnell Einigkeit, dass aktuell sexuelle Gewalt aus ihrem Zusammenhang gerissen wird. Männliche Betroffene verlieren ihr Geschlecht, gesellschaftliche Machtverhältnisse werden verschleiert. Leider war wie oft bei solchen Veranstaltungen die Zeit zu kurz. Es wäre spannend gewesen, mehr Raum zu haben um gemeinsam weiter zu denken.

Das Auftaktstatement von Tauwetter ist als PDF-Datei verfügbar.

 


1.12.2010

Presseerklärung zum Zwischenbericht des Runden Tisches

Tauwetter ist inzwischen durch den Einsatz von Peter Mosser von kibs in München doch in einer Unterarbeitsgruppe des Runden Tisches vertreten. Aus Anlass des Zwischenberichtes, den die drei Ministerinnen heute über die Arbeit des Runden Tisches vorlegen, haben wir eine Presseerklärung verfasst.

"Der Runde Tisch ist leider nicht die Schlichtungsrunde von Stuttgart 21"

"Der positiven Zwischenbilanz der Ministerinnen zum Runden Tisch gegen sexuellen Kindesmissbrauch können wir so nicht zustimmen" sagt Thomas Schlingmann, Traumafachberater von Tauwetter und Mitglied einer Unterarbeitsgruppe des Runden Tisches. "Die bisherigen Ergebnisse und der Verlauf des Runden Tisches sind sehr ernüchternd, es muss noch viel geschehen, bis es zu grundlegenden Verbesserungen für Betroffene kommt."

Schlingmann listet einige Bereiche, wo er von der Entwicklung enttäuscht ist:

  • "Ein elternunabhängiges Recht für Kinder und Jugendliche auf Beratung, wie es unter anderem auf dem Betroffenenkongress "Aus unserer Sicht" gefordert wurde, ist nicht zu erwarten.
  • Beratungs- und Unterstützungsangebote für von sexualisierter Gewalt betroffenen Kinder und Erwachsene anzubieten, bleibt höchstwahrscheinlich eine freiwillige Aufgabe der Kommunen, die bei Finanznot gekürzt wird. Die Kommunen werden zu solchen Leistungen nicht gesetzlich verpflichtet.
  • Fachstellen gegen sexualisierte Gewalt sind, gerade was männliche Opfer angeht, keineswegs ausreichend vorhanden und chronisch unterfinanziert. Wie das geändert werden soll, steht in den Sternen.
  • Welche Möglichkeiten es gibt, die für viele Betroffene untragbare strafrechtliche Verjährungsfrist zu verbessern, wird nicht ausreichend erörtert.
  • Statt die Umsetzung des Opferschutzes in der Praxis der Strafverfolgungsbehörden zu verbessern, wird über eine Anzeigepflicht debattiert."

Wie die anderen Fachstellen gegen sexualisierte Gewalt auch war Tauwetter ursprünglich nicht an den Runden Tisch eingeladen. Erst durch den Einsatz eines Eingeladenen wurde die Teilnahme der Fachstelle möglich.

In der Zusammensetzung des Runden Tisches sieht Schlingmann denn auch eine der Ursachen für den unbefriedigenden Verlauf: "Wir haben es mit sehr verschiedenen Interessen zu tun, die hier aufeinander prallen.

  • Einige vertreten primär die finanziellen Interessen der eigenen Organisation.
  • Andere sind finanziell von den Ministerien abhängig und deshalb eher zurückhaltend.
  • Politik und Verwaltung möchten am liebsten nur Maßnahmen, die nichts kosten.
  • Vertreter von Institutionen, bei denen die stattgefundene sexuelle Gewalt öffentlich geworden ist, möchten das Gesicht wahren und ihren ramponierten Ruf wieder herstellen.
  • Irgendwo, zumeist vereinzelt, gibt es auch noch diejenigen, die versuchen die Interessen der Fachstellen und zumindest punktuell Positionen von Betroffenen einzubringen.
  • Parteiliche Fachstellen, die ja schließlich seit über 25 Jahren die Arbeit gegen sexuelle Gewalt entscheidend mit geprägt haben, sind unterrepräsentiert.
  • Legitimierte Betroffenenvertreter_innen sind gar nicht eingeladen.

Eine solche Zusammensetzung und Gemengelage ist keine gute Voraussetzung, um ans Eingemachte zu gehen. Eher entsteht hier ein Minimalkonsens, der niemand richtig weh tut."

Schlingmann hätte sich eine Zusammensetzung gewünscht, wo Fachleute aus Politik und Verwaltung, aus Fachstellen gegen sexuelle Gewalt und Betroffene auf Augenhöhe miteinander nach Lösungen suchen: "Der Runde Tisch ist von der Zusammensetzung her leider nicht die Schlichtungsrunde von Stuttgart 21."

Dennoch hält Thomas Schlingmann es für sinnvoll, weiter am Runden Tisch zu arbeiten: "Auch kleine Verbesserungen wie die Verlängerung der zivilrechtlichen Verjährung sind besser als nichts und dafür werden wir uns auch weiterhin engagieren. Zusammen mit denjenigen, für die auch die Interessen der Betroffenen im Mittelpunkt stehen. Wir sollten uns aber keinen Illusionen hingeben: Der Runde Tisch wird die heißen Eisen wohl nicht im Sinne der Betroffenen anpacken."

Berlin, den 1. Dezember 2010

 


 

Selbsthilfegruppe für Paare, bei denen eine_r sexualisierte Gewalt in der Kindheit oder Jugend erleben musste

In Kooperation mit der Frauenselbsthilfe und Beratung von Wildwasser wollen wir demnächst eine neue Selbsthilfegruppe starten.

Das Angebot richtet sich an:

  • Paare, bei denen ein oder beide Partner_innen sexuelle Gewalt in der Kindheit erlebt haben.
  • alle Paare, unabhängig vom kulturellen Hintergrund, sexueller Orientierung, Gender, biologischer Geschlechtszuordnung etc.
  • Paare, die eine gleichberechtigte (Arbeits-)Basis haben und es sich nicht um ein einseitiges Gewaltverhältnis handelt, dem ein_e Partner_in unterworfen ist. In diesem Fall steht nach unserem Selbstverständnis eine Unterstützung des Gewaltopfers an und nicht eine Paarberatung. Beide Projekte machen keine Täter(innen)arbeit.

Das Angebot ist kostenlos.

Kontakt und weitere Informationen:

Frauenselbsthilfe & Beratung Friesenstr. 6, 10965 Berlin Tel.: 030 / 693 91 92 selbsthilfe@wildwasser-berlin.de

oder bei uns.

 


4.10.2010

FACHTAG der Berliner Fachrunde gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen

Interkulturelle Aspekte sexueller Gewalt

an Kindern und Jugendlichen

Die Berliner Fachrunde gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen, in der neben Tauwetter auch Wildwasser, Strohhalm, KiZ und Berliner Jungs mitarbeiten, nimmt bei diesem Fachtag die interkulturellen Aspekte der Arbeit zu sexueller Gewalt in den Fokus. Es werden Angebote vorgestellt und hinterfragt, es wird mit Fachkräften aus der Berliner Jugendhilfe diskutiert. Dabei ist eine Diskussion mit Organisationen, die gezielt mit MigrantInnen arbeiten, besonders erwünscht.

17. November 2010, 9:00 bis 14:00 Uhr, Jugendclub Schloß 19, Schloßstraße 19, 14059 Berlin

Die Teilnahme am Fachtag ist kostenfrei. Anmeldung erforderlich. Bitte per E-Mail an: info@strohhalm-ev.de Hinweis: Es wird keine Anmeldebestätigung geschickt. Weitere Informationen unter: www.fachrunde-berlin.de.

Einladungsflyer

 


4.10.2010

Freie Radios berichten über Kongress "Aus unserer Sicht"

Das freie Radio Unerhört Marburg hat heute um kurz nach 8 einen Bericht über den Kongress gesendet (Mitschnitt), Radio Z wird heute Nachmittag die 7-Minuten-Version spielen und Radio Corax wird die 15-Minuten-Version demnächst im Mittagsmagazin senden.
PS: Das Nachrichtenmagazin der Freien Radios zip-fm hat die kürzere Version übernommen.

 


30.09.2010

Positionen und Forderungen des Kongresses beim Runden Tisch vorgestellt

Vertreter_innen von Wildwasser und Tauwetter hatten Gelegenheit beim Runden Tisch die Positionen und Forderungen des Kongresses "Aus unserer Sicht" vorzustellen. Dafür wurden uns 15 Minuten zur Verfügung gestellt.

Wir haben deutlich gemacht, dass wir nicht die Sprecher_innen der Teilnehmer_innen des Kongresses und erst recht nicht von allen Betroffenen sind. Wir sind eben keine homogene Gruppe. Wir haben vielmehr betont, Berichterstatter_innen zu sein.

Da es natürlich nicht möglich ist, die Arbeit von zwei Tagen und von über 100 Menschen, die sich in einem 14-seitigen Papier niedergeschlagen hat, in 15 Minuten zusammen zu fassen, haben wir hauptsächlich versucht, deutlich zu machen, wie wichtig die Einbeziehung von Betroffenen als Expert_innen in die politische Diskussion ist. Dabei geht es um mehr, als einmal 15 Minuten zuzuhören. Wir haben das Positionspapier mit den Forderungen an alle Teilnehmer-innen verteilt und versucht an vier fünf Beispielen aus diesem Papier deutlich zu machen, welche Qualität die Diskussion gehabt hat. So hat sich z.B. noch niemand vom Runden Tisch an die Notwendigkeit von Soforthilfen gedacht, oder an die Notwendigkeit eines Scheidungsrechtes von Kindern gegen ihre missbrauchenden Eltern oder an die fehlenden Interventionsangebote für diejenigen, die volljährig nach wie vor sexuell missbraucht werden. Folien Die Resonanz war überwiegend positiv, wenn auch klar war, dass einige Widersprüche zu unseren Forderungen hatten. Was sich daraus ergeben wird, wer wirklich das Positionspapier durchlesen und die Forderungen einbringen wird, wird sich zeigen.

Vor dem Runden Tisch protestierten u.a. Mitglieder von "Netzwerk B", "Mogis" (Missbrauchsopfer gegen Internetsperren) und von "Missbrauch in Ahrensburg" dagegen, dass an Runden Tisch Betroffene nicht auf Augenhöhe mitreden dürfen.

 


25. - 26.09.2010

"Aus unserer Sicht"
Kongress von Menschen,
denen in Kindheit oder Jugend
sexualisierte Gewalt angetan wurde,
zu Ende gegangen

Am Sonntag ist der bundesweite Kongress "Aus unserer Sicht" von Menschen, denen in Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt angetan wurde zu Ende gegangen.

Am Kongress haben über 100 Menschen aus allen Teilen der Bundesrepublik und aus dem benachbarten Ausland teilgenommen. Weit über die Hälfte von ihnen arbeitet beruflich oder im Rahmen von Selbsthilfe und Organisationen zu Thema sexualisierte Gewalt. Es waren unter anderem Pädagog_innen, Therapeut_innen, Jurist_innen, Journalist_innen, Sozial- und Politikwissenschaftler_innen an den Diskussionen beteiligt. Einige Teilnehmer_innen arbeiten mit Kindern, mit Jugendlichen, oder mit Erwachsenen. Die Tätigkeitsfelder umfassen Prävention Intervention, beraterische, therapeutische und juristische Unterstützung.

Der Kongress war geprägt von einem qualitativ über weite Strecken sehr hohen Niveau der Auseinandersetzung. Das Expert_innenwissen von Betroffenen wurde wirklich deutlich.

Natürlich waren wir uns auf dem Kongress nicht über alles einig, aber in den Grundpunkten gab es einen breiten Konsens. An über 20 Tischen wurde diskutiert und gearbeitet, abends wurde die Ergebnisse zusammengetragen und am nächsten Tag im Plenum vorgestellt und wo nötig weiter diskutiert. Am Schluss gab es ein Positionspapier mit Forderungen zu den Bereichen:

  • Prävention in Familie und Institutionen
  • Intervention bei aktuell stattfindender sexualisierter Gewalt
  • Unterstützungsangebote für Erwachsene, denen in Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt angetan wurde
  • Recht
  • Öffentliche Wahrnehmung

Durch alle Diskussionen zog sich der Punkt, dass endlich Betroffene in die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen einbezogen werden müssen und dass es gilt, die gesellschaftlichen Strukturen und Rahmenbedingungen, die sexualisierte Gewalt ermöglichen und begünstigen mehr in den Blick zu nehmen.

Die Ergebnisse des Kongresses wurden am 27. 9. von den Organisator_innen auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Ein Audiomitschnitt der Pressekonferenz ist öffentlich zugänglich.

Das Positionspapier mit den Forderungen wird den Teilnehmer_innen des Runden Tisches der Bundesregierung am 30.9.2010 überreicht

Es war ein anstrengendes, aber sehr produktives Wochenende. Das bei den Teilnehmer_innen vorhandene Wissen und seine Breite hat uns selber in Erstaunen versetzt.

Noch ein abschließendes Wort in eigener Sache. Wir haben den Kongress organisiert, aber wir begreifen uns nicht als Sprecher_innen oder sowas. Die Diskussionen, wie eine bessere Vernetzung und / oder Organisierung aussehen kann haben erst begonnen. Wir, wie hoffentlich viele andere Teilnehmer_innen auch, tragen die Ergebnisse des Kongresses weiter und überall dort wo uns möglich in öffentlich Auseinandersetzungen rein.

Die Dokumentation des Kongresses wird in Kürze auf der Homepage des Kongresses www.aus-unserer-sicht-kongress.de erscheinen.

 


19.08.2010

"Aus unserer Sicht" - Betroffenenkongress am 25./26.9.2010

Jetzt für den bundesweiten Kongress in Berlin anmelden

Der Termin, der Ort und die Website für den bundesweiten Kongress "Aus unserer Sicht" stehen und es kann sich angemeldet werden.

Der Kongress findet am Samstag, den 25. von 10:00 -18:00 Uhr und am Sonntag, den 26. September von 10:00 bis 15:00 Uhr in der GLS-Sprachschule in der Kastanienallee 82 in Berlin Prenzlauer Berg statt.

Für am Freitag Anreisende gibt es abends ein kleines Kennenlerntreffen.

Der Kongress ist ausschließlich für Menschen (Frauen, Männer, Trans*) die in Kindheit oder Jugend sexuelle Gewalt erlebt haben, egal ob in Institutionen, im sozialen Nahbereich, in Familien oder anderswo. Er soll dazu dienen eine Diskussion über gemeinsame politische Forderungen zu führen, was an Schritten gegen sexuelle Gewalt und die Mißachtung der Betroffenen geschehen muss. Eine teilnehmende Beobachtung (z.B. von Presse oder Institutionsvertreter) ist nicht möglich. Es wird am Montag eine Pressekonferenz geben, wo die Ergebnisse vorgestellt werden.

Tauwetter hat es zusammen mit Wildwasser übernommen, diesen bundesweiten Kongress zu organisieren. Es sind aber ausdrücklich alle Betroffenenorganisationen und Netzwerke sowie betroffene Einzelpersonen, auch solche, die professionell zum Thema arbeiten, eingeladen. Wir wollen am Sonntag Platz einplanen für die Netzwerke und Betroffenenorganisationen, sich vorzustellen.

Wir werden die Diskussion nach der Methode des "World-Café" organisieren, so dass alle die Möglichkeit haben, ihre Inhalte und Positionen zu artikulieren. Unsere Vorschläge für Themenfelder werden wir demnächst veröffentlichen, damit die Möglichkeit besteht, sich rechtzeitig zu orientieren und das, was unter Umständen fehlt noch selber einzubringen.

Wir haben für den Kongress Anträge auf finanzielle Unterstützung bei mehreren Verbänden, Organisationen und Behörden gestellt und aktuell sieht es mit der Finanzierung positiv aus. Unsere Bedingung war bei allen, dass sie bereit sind, sich auf die Rolle der finanziellen Unterstützung zu reduzieren und weder als Mitveranstalter auftreten noch inhaltlichen Einfluß haben. Wir danken allen Unterstützenden.

Wir würden uns über eine rege Beteiligung freuen und bitten Euch um möglichst frühzeitige Anmeldung, damit wir einen Überblick bekommen. (Und die Zahl der Teilnehmenden ist aufgrund der Raumgröße begrenzt.) Der Kongress kostet keinen Eintritt, es entstehen natürlich aber für Euch Fahrt- und Übernachtungskosten. Es ist möglich dafür einen Zuschuss zu bekommen, wir können aber aktuell noch nicht sagen, in welcher Höhe.

Nähere Informationen befinden sich auf der Homepage www.aus-unserer-sicht-kongress.de.

 


16.08.2010

Informations- und Beratungsstelle wieder erreichbar

Nach der Sommerpause ist die Informations- und Beratungsstelle ab heute wieder zu den regulären Zeiten (Dienstags 17:00 - 18:00 Uhr, Donnerstags 17:00 - 19:00 Uhr) telefonisch erreichbar, um direkt mit einem Berater zu sprechen oder Gesprächstermine auszumachen.

 


01.08.2010

Spendenkampagne abgeschlossen

Nach drei Monaten und anfänglichen Schwierigkeiten ist die Spendenkampagne von Tauwetter doch noch erfolgreich abgeschlossen worden. Es sind insgesamt 21.405,- € gespendet worden. Die Bethe-Stiftung hatte zugesagt bis zu einer Größenordnung von 20.000,- € den Betrag zu verdoppeln. Wir möchten allen Spendern und Spenderinnen gerne ausdrücklich für diese wichtige Unterstützung unserer Arbeit danken.

 


22.07.2010

Sommerpause in der Informations- und Beratungsstelle

Die Informations- und Beratungsstelle der Anlaufstelle Tauwetter macht vom 28.7. bis zum 16.8.2010 Sommerpause. Der Selbsthilfebereich ist regulär erreichbar, für Fragen welche die Selbsthilfegruppen betreffen.

 


01.07.2010

Homepage der Unabhängigen Beauftragten überarbeitet

Die Homepage der Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs ist überarbeitet worden und die Stellungnahmen von Betroffenen sind jetzt wesentlich übersichtlicher.

Wir rufen nach wie vor alle Betroffenen auf, sich bei Frau Bergmann zu melden.

Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, ein Ohr für Betroffene zu sein und das, was die sagen weiterzutragen. Die Betroffenen sollen als Experten ausdrücklich befragt werden, was Sie denken, was sich ändern muss. Diese Vorschläge und die Berichte werden ausgewertet und zusammengefasst. Dann sollen sie dem Runden Tisch und der Öffentlichkeit vorgelegt werden. Tauwetter sitzt mit im Beirat der Unabhängigen Beauftragten. Wir können von daher einschätzen, dass dort wirklich kompetente Leute mit dem zusammenfassen beauftragt sind. Es ist dies eine der wenigen Möglichkeiten, die eigene Meinung der Politik mal deutlich zu sagen.

www.beauftragte-missbrauch.de

0800 22 555 30, Mo 8:00 -14:00, Di Mi Fr 16:00 - 22:00, So 14:00 - 20:00

 


29.06.2010

Bundesweiter Kongress geplant
von Menschen, denen als Kinder oder Jugendliche sexuelle Gewalt widerfahren ist

Die Frauenselbsthilfe und -beratung von Wildwasser e.V. ,Berlin und Tauwetter, Anlaufstelle für Männer, die als Junge sexuell missbraucht wurden, planen im Moment einen bundesweiten Kongress von Betroffenen. Beide Organisationen arbeiten nach dem betroffenenkontrollierten Ansatz, der u.a. beinhaltet, dass dort ausschließlich Betroffene arbeiten und dass die Erfahrungen aus der Bearbeitung sexueller Gewalt in den Arbeit des Projektes einfließen.
Zur Zeit wird viel über Betroffene geredet, aber weniger mit ihnen. Wir wollen mit möglichst vielen gucken, ob wir es schaffen, uns gemeinsam zu äußern und deutlich zu machen, was unserer Meinung nach geschehen muss.
Sobald mehr klar ist, werden wir andere Betroffenenorganisationen ansprechen und breit einladen. Mehr Informationen hoffentlich demnächst hier.

 


28.06.2010

Handlungsempfehlungen zur Prävention von sexuellem Missbrauch in Institutionen erschienen

Im Auftrag des Landesverband des PARITÄTischen Wohlfahrtsverbandes Berlin haben MitarbeiterInnen von

  • Strohhalm, Projekt zur Prävention von Gewalt und sexuellem Missbrauch an Mädchen und Jungen,
  • Wildwasser Berlin, Arbeitsgemeinschaft gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und
  • Tauwetter, Anlaufstelle für Männer, die als Junge sexuell missbraucht wurden

eine Broschüre mit Handlungsempfehlungen zur Prävention von sexuellem Missbrauch in Institutionen erstellt. Sie trägt den Titel "Mädchen und Jungen vor sexueller Gewalt in Institutionen schützen" und soll ermutigen, sich einrichtungsbezogen mit dem Thema sexueller Missbrauch zu beschäftigen.
Diese kann über den PARITÄTischen Berlin (Brandenburgische Str. 80, 10713 Berlin, info@paritaet-berlin.de) bezogen werden oder über diese Seite heruntergeladen werden.

 


Impressum
© Tauwetter e.V.


  Nach oben